Dr. Anna Oehmichen

Partnerin

Jahrgang 1979

Rechtsanwältin seit 2011

Rechtsanwältin Dr. Oehmichen studierte an den Universitäten Trier und Alcalá de Henares (Spanien) und promovierte anschließend an der Universität Leiden in den Niederlanden im internationalen Strafrechtsvergleich zum Terrorismusstrafrecht. Sie absolvierte ein Legal Clerkship beim Internationalen Strafgerichtshof und ein Traineeship bei Europol in Den Haag. Ihr Referendariat verbrachte sie u.a. bei einem belgischen Strafverteidigerbüro, einer internationalen Wirtschaftskanzlei und dem Auswärtigen Amt.

In den Folgejahren übte Rechtsanwältin Dr. Oehmichen wissenschaftliche Tätigkeiten bei der Kriminologischen Zentralstelle e.V., der Nationalen Stelle zur Verhütung zur Folter und am Lehrstuhl für Wirtschaftsstrafrecht von Prof. Dr. Thomas Rotsch (Justus-Liebig-Universität Gießen) aus.

Seit Oktober 2011 hat Rechtsanwältin Dr. Oehmichen begleitend zu ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit mit Knierim & Krug Rechtsanwälte zusammengearbeitet, seit 2016 ist sie dort Partnerin. Ihre Spezialisierung gilt der Praxis von grenzüberschreitenden internen Ermittlungen und dem internationalen und europäischen Strafrecht ebenso sowie menschenrechtlichen Aspekten der Verteidigung. Zu diesen Themen veröffentlicht sie regelmäßig.

Rechtsanwältin Dr. Oehmichen verfügt über einschlägige branchenübergreifende Erfahrungen in Strafverfahren, Compliance- und Präventivberatung von Vorständen und Managern der Automobilindustrie, des Maschinen- und Anlagebaus, des Einzelhandels, der Öl- und Gasindustrie, dem Dienstleistungssektor, der Gastronomie sowie der Medizin- und Pharmabranche. Aufgrund ihres internationalen Engagements und ihrer Sprachkenntnisse – sie spricht neben Deutsch Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch – berät sie ferner regelmäßig in internationalen Rechtshilfesachen, bspw. zur Verteidigung vor einem Europäischen Haftbefehl oder einer Red Notice von Interpol ebenso wie im Sanktionsstrafrecht. Dr. Oehmichen berät außerdem in einem Verfahren vor einem internationalen Strafgerichtshof und hat in einem deutschen Terrorismus- und Völkerstrafverfahren bzgl. in Ruanda begangener Kriegsverbrechen verteidigt.

Sie ist Mitglied des Legal Expert Advisory Panels (LEAP) von Fair Trials International, des Defence Extradition Lawyers‘ Forum (DELF), des International Criminal Defence Lawyers - Germany e.V. und der European Criminal Bar Association (ECBA), in welcher sie die Working Group ACE (Anti-Corruption in Europe) gegründet hat. Sie ist außerdem Mitglied im Deutschen Anwaltverein e.V. (DAV),  im Forum Junge Anwaltschaft sowie bei der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V. (WisteV) und Mitglied des Freundeskreises des DAAD sowie der Europäischen Rechtsakademie (ERA).

Rechtsanwältin Dr. Oehmichen ist außerdem Lehrbeauftragte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Seit September 2012 ist Rechtsanwältin Dr. Oehmichen ständige Autorin des C.H. Beck-Fachdienstes Strafrecht.

Eine Auswahl der Veröffentlichungen findet sich hier, für eine vollständige Darstellung siehe Publikationen.

  • Oehmichen, „Der ausländische Beweis“, StraFo 2015, 230 (gem. mit von Wistinghausen und Schneider)
  • Oehmichen, in: Abiola Makinwa (Hrsg.), Negotiated Settlements for Corruption Offence: A European Perspective, 2015, „Position in Germany
  • Oehmichen, „UN-EU-Terrorist Listings - Legal Foundations and Impacts“, ZIS 9/2014, 412 (online unter www.zis-online.com/dat/artikel/2014_9_847.pdf)
  • Oehmichen, in: Mark Klamberg (Hrsg.), Commentary on the Law of the International Criminal Court, 2014, „Commentary on Article 110 of the Rome Statute and Rules 223 and 224 of the Rules of Procedure and Evidence of the International Criminal Court“ (online unter www.casematrixnetwork.org/cmn-knowledge-hub/icc-commentary-clicc)
  • Oehmichen, „Die Modernisierung des Außenwirtschaftsstrafrechts“, NZWiSt 2013, 339
  • Oehmichen, in: Esser/Günther/Jäger/Öztürk/Mylonopoulos (Hrsg.), Festschrift für Kühne, 1. Aufl. 2013, „Sonderbares Recht am Sondergerichtshof für den Libanon - Die Entscheidungen zur Legalität und In Absentia“ S. 613 ff.; (Abdruck des Beitrages auch in ZIS 2013, 385, online unter http://www.zis-online.com/dat/artikel/2013_9-10_771.pdf)

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